Jahreszeitenbaum

Als ich durch Zufall vor einigen Monaten im Internet dieses Bild eines Baums auf einem Feld sah, hab ich ihn sofort wieder­erkannt: als „meinen“ Jahres­zeiten­baum – den ich nämlich vor rund 20 Jahren über den Jahreslauf mehrmals aufge­sucht habe, um eine dieser klassischen Vier-Jahres­zeiten-Serien zu fotografieren.

Leider wohne ich nicht ganz so dicht dran wie die Autorin des oben verlinkten Blogs, sondern hatte eine halbe Stunde Anfahrweg mit dem Auto oder gut das Doppelte mit dem Fahrrad, weshalb ich nicht immer das beste Licht erwischte; und damals, in the days before Digi­knipsen, habe ich auch den Standort und Blick­winkel nur ungefähr repro­duzieren können, wie man an den Büschen im Hintergrund sieht.

Außerdem ist man von heutigen EBV-Gepflogen­heiten ja ziemlich versaut: Technisch war das für die Zeit hohes Niveau – dürfte Fujichrome Provia 100 gewesen sein in der Nikon F4, 180er Fes­tbrennweite bei mittlerer Blende auf einem 5-kg-Stativ und mit Kabel­auslöser, wahrscheinlich auch Spiegel­vorauslösung –; aber wenn man in die Dia-Scans ein bisschen reinzoomt, sieht das gar nicht mehr so dolle aus, eher mittel­mäßige Auflösung. Aber muss man denn reinzoomen? Das war in der Projektion (ja, so richtig mit guter Leinwand – hängt im Keller immer noch an der Decke und wird manchmal als Foto-Hintergrund benutzt) völlig ausreichend, und auch die Cibachromes dieser Serie, die ich damals habe rahmen lassen, sind an der Flur-Wand meiner Eltern immer noch ansehnlich. – Eins allerdings spricht fürs Reinzoomen am Monitor: Bis heute, als ich die Dias gescannt habe, war mir noch nicht aufgefallen, dass im Winter-Motiv (außerhalb des oben gezeigten quadratischen Ausschnitts) Rehe am Äsen waren :-)
Screenshot at Nov. 16 01-10-59