Farben der Nacht

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Naja, Nacht ist auch relativ, es war ungefähr 17:30 Uhr, aber halt schon stockdunkel im Wald auf dem Weg nach Hause vom Einkaufen. Deshalb hab ich die Belichtung bei offener Blende auf Pi mal Daumen 200 Sekunden geschätzt und während des Laufens die Kamera möglichst still gehalten. Nachher in der EBV kamen dann noch mal knapp 3 Blenden Belichtungs­zugabe drauf, um die Farben zum Leuchten zu bringen. Aber warum der tagsüber schlammig-braune Weg dabei lila wurde, bleibt mir ein Rätsel :-)

Zwischen Wald und Feld

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Oder momentan auch: Zwischen Baum und Borke – so fest­gefressen und aussichts­los zumindest fühlt es sich in Europa mit jedem neuen Nachrichten­splitter noch ein bisschen mehr an. Die jüngsten Wahlen in GB zum Beispiel: Wenn wir soweit sind, dass für die Mehrheit der Wählenden tatsäch­lich ein patho­logischer Lügner noch die attrak­tivere Alter­native darstellt, dann läuft doch irgendwas unrund?! Und auch was dieser Tage aus Madrid, von der Klima­konferenz, zu hören ist, trägt nicht eben zum Frohsinn bei. Dies ist, alles in allem, mal wieder so eine Phase, in der ich mir manchmal wünschte, bescheuert zu sein, denn dann würde ich mir nicht so viele trübe Gedanken machen …

… das mal ganz ohne auch nur den Versuch einer Lösung in den Raum gestellt. Und jetzt noch ein paar trübe Bilder, zur Abwechslung übrigens mal wieder aktuelle. *

* tja, das lässt nach mit den aktuellen Fotos: Denn die auch beruflich genutzte dicke DSLR darf gern möglichst noch die restlichen 30 Jahre bis zur Rente halten, damit ich nicht noch mal so ein blödes Ding kaufen muss, also nehme ich sie nicht mehr bei jedem Wind und Wetter mit; aber die Kompakte, mit der ich diese Fotos gemacht habe, ist von ihrem Wesen her (und wie man hier zumindest teil­weise sieht) halt eher ein Schön­wetter­spielzeug …

Musikentdeckung: Robert Carl Blank

I’m still evolving out loud

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Laut seiner Website ist er schon seit Anfang der Nullerjahre in Deutschland als Singer/Songwriter unterwegs, aber wir haben Robert Carl Blank erst diesen Sommer auf dem Bandfestival Bargfeld-Stegen entdeckt. Und wir waren beide begeistert – ein völlig unprätentiöser Typ mit toller Stimme und ebensolcher Ausstrahlung. Dass ich jetzt erst darauf komme, liegt daran, dass gerade seine neueste CD, The Poet, im Briefkasten lag. Die hatte er über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, um sie in Eigenregie daheim aufnehmen zu können; die Aktion war beim Festival zwar grade abgelaufen, aber ich hatte trotzdem noch per Mail eine bei ihm vorbestellen können. Richtig feine Geschichten-Miniaturen, schlicht und schön. Wobei die dezente zusätzliche Instrumentierung (hier ein Cello, da Drums) für meinen Geschmack gar nicht mal nötig wäre; die Songs funktionieren allein mit Roberts Stimme und seiner Gitarre mindestens genauso gut. Jedenfalls freu ich mich schon auf die nächste Gelegenheit, ihn mal wieder live zu erleben.

PS: Happy Blogday To Me, dies ist der 500. Artikel hier auf Silberpixel  :-)