Schöner Schein

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November ist eine tolle fotografische Saison. Zumindest wenn man auf tief stehende Sonne Wert legt, denn die hat man quasi den ganzen Tag über – dieses Foto zum Beispiel ist um die Mittagszeit entstanden, dafür muss man gar nicht mal früh aufstehen :-)

(Hier mal ohne die Negativränder – mein Scanner arbeitet neuerdings mit den Filmhalter-Einsätzen zuverlässiger als bei Planlage des Films direkt auf dem Glas; aber die Halter geben leider nur das Netto-Bildformat frei.)

Lübecker Türme

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Es war eine gute Idee, zu einem Termin in Lübeck ein bisschen früher anzureisen und das Faltrad in die Bahn mitzunehmen: Auf diese Seite der Wakenitz, im Stadtteil St. Gertrud, war ich bisher nicht gekommen, und von hier sieht man fast alle Kirchtürme der Innenstadt auf einen Blick (außer dem nicht sehr hohen Turm der Probsteikirche). Von links nach rechts: der Doppelturm des Doms, St. Aegidien, in der Mitte St. Petri, dann die zwei Türme von St. Marien und schließlich St. Jakobi. Diesen Standort merke ich mir für einen Tag mit besserem Licht …

Artbook Berlin

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Kurzer Hinweis für Liebhaber*innen von Buchstaben in allen analogen Erscheinungs­formen: Vom 22. bis 24. November findet in Berlin-Kreuzberg, Kunsthaus Bethanien, die Messe Artbook Berlin statt; ich werde einen kleinen Stand haben und eine Auswahl von Hand­gedrucktem und Cyano­typien zeigen. Der Eintritt für Besucher ist frei, und es wird viel tolle Buch- und Druck­kunst zu sehen geben. Kommt also zahlreich :-)

Travemünde, nach Sonnenuntergang

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Bis zur Abfahrt des Zuges in Trave­münde war noch genug Zeit für einige Belich­tungen am Strand. Hier waren es – die Sonne war schon ein Weilchen weg – mit dem 90er bei mittlerer Blende etwa fünf Minuten; fast ist man versucht, auf der durch die lange Belichtung spiegel­glatt gewor­denen Wasser­fläche Schlitt­schuh zu laufen … Und anschauungs­halber hier noch ein Making-of (leicht bearbeitet, um die Kamera klarer vom Hinter­grund zu trennen – doch, es ist eine Kamera und keine Mars­landefähre ;-))

Hinter Niendorf (1)

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Erst mal mit Glas weiter (90mm-Weitwinkel, Blende 8, Orange­filter). Und wieder was gelernt: Die Aufnahme oben habe ich auf Fomapan 100 mit 1/60 Sekunde gemacht, das Bild unten ist Orwo DN2 mit einer Sekunde. Den Unterschied sieht man der Brandung leider fast nicht an, wahrscheinlich weil sie im Unschärfe­bereich vor sich hin rauscht …

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Niendorf, Hafen

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Zwischendurch eine Lochkamera-Aufnahme – mindestens eine Lochblende auf Platine habe ich für die Holzkamera immer dabei, trägt ja nicht auf und wiegt fast nix :-)

50mm Bildweite auf 4×5-Zoll-Film (das entspricht knapp 14mm bei KB), dabei etwas Hochverstellung, um die Kamera nicht kippen zu müssen, weil sich dann der Horizont so komisch biegt … Mit Grünfilter ergab sich auf 100-ASA-Film eine Belichtungszeit von etwa 50 Sekunden.

Etwas Meer, Himmel

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Bevor noch einige Schätzchen aus den Tiefen meines Negativ­archivs folgen, zwischen­durch ein Vorge­schmack auf ein paar Bilder, die ich vor einigen Tagen an der Küste gemacht habe – es war einfach mal wieder Zeit für eine Wanderung am Brodtener Ufer*. Anreise diesmal mit der Bahn**, um one way unterwegs sein zu können – Startpunkt Timmendorfer Strand, zurück ab Travemünde, es waren also mit allen Abstechern rund 13 Fuß-Kilometer längs des an diesem Tag stetig vernehmbaren Brandungsrauschens. Ich tu mich zwar selbst schwer damit, 13km bereits als Wanderung zu definieren, aber weil der Rucksack mit dem Nötigsten (2 Kameras, 2 Objektive, 2 Stative, Stullen) gut 25kg schwer war, gildet das ja vielleicht doch ;-)

* vflxt, seit ich mein primäres Blog gelöscht habe, gibt es auch keine Links mehr zu etlichen Fotogalerien. Die Websites selbst sind aber noch da, wie man sieht …

** fast 25 Euro für diese Fisselstrecke, schon mit Bahncard. Ich würde ja weniger meckern, wenn dieser Kilometerpreis auch für Flugreisen aufgerufen würde …