St. Johannis / Im Wald

Cyano_JohannisWald_Comp
Beide Bilder, aus denen dieses Motiv besteht, habt ihr in den zurück­liegenden Wochen hier einzeln gesehen. Für diese Version habe ich die Negative (bzw. in diesem Fall ihre vergrö­ßerten Umkopien) zusammen als Cyanotypie belichtet. Min Fru findet, es habe was von einem Horrorfilm-Motiv; das kann ich zwar in gewissem Maße nachvoll­ziehen, aber ich mag das Ergebnis dennoch leiden.

(Diesmal kein Blaupausenfüller, sondern nur ein optischer Trenner, weil es für den Rest des Monats mit einer anderen Farbfoto-Serie weitergeht.)

Anders blau

20190330_GF912_Hohenkirchen_CyanoCambo90

Diese Cyanotypie habe ich zur Abwechslung nicht im Kontakt angefertigt, sondern indem ich meine Großformat-/Reprokamera wie einen Vergrößerer verwendet und das Original­negativ (9x12cm) durchs 90mm-Weitwinkel­objektiv auf einen Aquarell­karton projiziert habe. Lichtquelle war eine 30W-UV-Flut­lichtlampe, an sich ziemlich stark, aber durch den Lichtverlust im Objektiv (trotz offener Blende, daher auch der Helligkeits­abfall zwischen Mitte und Ecken) habe ich geschlagene 15 Stunden belichtet und es war immer noch nicht genug …

Und so sieht der Scan vom Negativ aus – aufgenommen während dieser Radtour Ende März, der Himmel war da leider noch ziemlich öde:
20190328_GF912_Hohenkirchen2#267

Diese Kirche ist übrigens einer meiner Lieblings­plätze im Mecklen­burgischen, sie steht in Hohenkirchen und überblickt von ihrem Hügel aus die Küstenregion östlich von Boltenhagen. Und ergänzend ein Querverweis zur malenden/zeichnenden Bloggerkollegin Annette Hofmann, die vor ein paar Wochen die Kirche und ihr Inventar sehr schön portraitiert hat.