Barkasse

Hier kommt ein Nachzügler zur kleinen Hafenserie neulich:
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– nämlich noch einmal die Barkasse Diplomat, hier wieder fotografiert mit dem antiken 13,5cm-Objektiv auf Planfilm. Ich mag das, wie es zu den Rändern hin viel weicher wird, als man es von modernem Glas kennt – gibt eine ganz eigene räumliche Wirkung …

Und weil der Film immer noch online ist, jetzt doch noch der Link: Ungefähr bei der Hälfte dieses 2-Minuten-Beitrags bin ich beim Fotografieren mit genau dieser Ausrüstung zu sehen :-)

Dom zu Lübeck, Mühlenteich (2)

Derselbe Standort wie gestern, diesmal in Panorama-Proportionen, 65mm mit Orangefilter (das trennt den Backstein sehr gut von den Bäumen, vergleiche gestern ohne Filter) plus ND32-Filter, womit ich, jetzt ohne direkte Sonne, bei mittlerer Blende und 100 ASA auf ca. anderthalb Minuten Belichtungs­­zeit gekommen bin – Klick aufs Bild für Großansicht.

Dank meiner Kassettenschieber-Bastellösung passte auch noch eine Variante ohne ND-Filter aufs selbe Blatt Film, nur knapp eine Sekunde belichtet (die Diskrepanz zwischen Filter­faktor 1:32 und 1:90 Sekunden Belichtung erklärt sich durch Schwarzschild-Kompensation):

Aber wenn ich sowieso schon Bewegungs­­unschärfe im Laub habe (ziemlich kräftiger Wind an dem Tag), dann finde ichs schöner, wenn man wie oben das Pusten auch dem Wasser und den Wolken ansieht …

Allerdings lässt sich dieser Effekt nicht unbegrenzt verbessern: Etwas später am Tag war ich noch auf der Aussichts­plattform von St. Petri und habe von dort mit dem 210er und ND1000-Filter noch ein Dom­panorama probiert. Da kam ich bei relativ weit offener Blende bereits auf 25 Minuten, und dabei kamen die Wolken als ein einziges Wischiwaschi rüber. (Zu sehen auf meiner ansonsten inzwischen privaten flickr-Seite.)

Dom zu Lübeck, Mühlenteich (1)

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Manchmal ist das Langwierigste am Fotografieren das Warten aufs Licht … grade war ich fertig geworden mit Einstellen*, da verschwand die Sonne hinter einer wirklich großen Wolke und bequemte sich erst nach einer Viertelstunde wieder hervor. Derweil habe ich die vier Menschen mit Buntstiften und Skizzenbüchern, pardon, Urban Sketcher auf der Bank nebenan ein bisschen beneidet – die konnten einfach weitersketchen und sich die Sonne dazudenken :-)

* 4×5 Zoll, Fomapan 100, 127mm, kein Filter

Brückengeister

Diese insgesamt ca. 2,5 Minuten lange Belichtung auf der Hamburger Übersee­brücke habe ich mehrfach unter­brochen, weil immer wieder andere Passanten lange an einem Fleck stehen blieben. Wenn man genau hinschaut (hohe Auflösung ist hinterlegt), entdeckt man an mehreren Stellen im Foto noch ihre Geister­bilder.

In den Hamburger Himmel

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Gute Objektive bauen konnte man also schon anno 1890 … dies war bloß ein schneller Test, ob meine Frickel-Lösung zum Adaptieren des Laack Extra-Rapid Aplanat 7,7/190mm an die moderne Reise­kamera lichtdicht geklappt hat, aber das Ergebnis (bei ca. Blende 16 mit Grün­filter acht Sekunden belichtet per Deckel auf/zu) fand ich vorzeigbar genug für hier.

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