Zweierlei Angst – Sammelnotizen 25. März

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In Gesprächen und im Mail­verkehr begegnen mir dieser Tage zwei unter­schied­liche Ängste. Die eine Sorte ist mir selbst nicht ganz fern, wobei ich mich dies­bezüg­lich noch nicht als ängst­lich, sondern eher als besorgt einstufen würde: Das ist die Angst vor dem Virus selbst, insbesondere vor dem Hinter­grund des Wissens darum, was es bisher schon in Italien und anderswo ange­richtet hat.
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Musikentdeckung: Robert Carl Blank

I’m still evolving out loud

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Laut seiner Website ist er schon seit Anfang der Nullerjahre in Deutschland als Singer/Songwriter unterwegs, aber wir haben Robert Carl Blank erst diesen Sommer auf dem Bandfestival Bargfeld-Stegen entdeckt. Und wir waren beide begeistert – ein völlig unprätentiöser Typ mit toller Stimme und ebensolcher Ausstrahlung. Dass ich jetzt erst darauf komme, liegt daran, dass gerade seine neueste CD, The Poet, im Briefkasten lag. Die hatte er über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, um sie in Eigenregie daheim aufnehmen zu können; die Aktion war beim Festival zwar grade abgelaufen, aber ich hatte trotzdem noch per Mail eine bei ihm vorbestellen können. Richtig feine Geschichten-Miniaturen, schlicht und schön. Wobei die dezente zusätzliche Instrumentierung (hier ein Cello, da Drums) für meinen Geschmack gar nicht mal nötig wäre; die Songs funktionieren allein mit Roberts Stimme und seiner Gitarre mindestens genauso gut. Jedenfalls freu ich mich schon auf die nächste Gelegenheit, ihn mal wieder live zu erleben.

PS: Happy Blogday To Me, dies ist der 500. Artikel hier auf Silberpixel  :-)

Selfie

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Sozusagen ein visuelles Nachwort zum Bahn-Artikel neulich, entstanden beim ausge­dehnten Warten im Regionalzug, als uns ein Stellwerk­ausfall, nachdem wir bereits mit einer Stunde Verspätung in HH ange­kommen waren, weitere 40 Minuten Aufen­thalt bescherte. Da ich dieses Negativ (Foma 400 in der Rolleicord) ohnehin eher knapp belichtet hatte und bei der Filment­wicklung mal wieder eine neue Sorte Schlieren kennen gelernt habe (seufz), hab ich den Scan in Photoshop ziemlich gequält; aber das Ergebnis passt zur Stimmung jener Nacht …

Elbbrücken

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Fällt alten Analoghasen was auf? Genau, die Rand­markierung „Kodak E200“ weist das Material als Ektachrome, also Farb­diafilm aus … Aber weil ich beim Testen der mir neu zugelaufenen Rolleicord (ein Modell von ca. 1939) einen Fehler gemacht und nur acht der zwölf Bilder ausgenutzt habe*, habe ich den Film kurzerhand Kosten senkend in Schwarzweiß-Brühe gebadet. Geht halt, weil ein Farb­diafilm im Prinzip auch nur ein SW-Film mit zusätzlichen Farb­schichten ist, und wenn man nur die Erst­entwicklung nimmt (ohne Umkehren und Farb­aktivierung), werden eben SW-Negative draus. Ziemlich dichte, wohl­gemerkt, aber nutzbar – wie man sieht.

* hätte ich vorher die Anleitung gelesen, dann hätte ich auch gewusst, dass die Kamera eine einschalt­bare auto­matische Transport­sperre hat und das rote Fensterchen nur fürs Vorspulen auf Position 1 gebraucht wird …

Osterbrooklyn

Kleiner Kulturtipp zum Wochenende:
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Rund um den kleinen Wohnwagen am Löschplatz in Hamm-Süd, den ich vorigen Dezember kennen gelernt habe (also beides, Wagen und Platz), findet am 13./14. September das Osterbrooklyn-Festival statt. Das ist so eine Art Saison-Höhepunkt der sympathischen Nachbarschafts-Unternehmung Bootswagen-Café, wo es übern Sommer Kaffee, Kuchen und Musik aus dem Stadtteil und für den Stadtteil gibt. War dieses Jahr jetzt schon zwei Mal dort, und insbesondere Harbour Violet voriges Wochenende war eine prima Entdeckung. Mal schauen, ob ich dieses Wochenende auch noch mal Zeit finde, was zu entdecken …
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