Barkasse

Hier kommt ein Nachzügler zur kleinen Hafenserie neulich:
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– nämlich noch einmal die Barkasse Diplomat, hier wieder fotografiert mit dem antiken 13,5cm-Objektiv auf Planfilm. Ich mag das, wie es zu den Rändern hin viel weicher wird, als man es von modernem Glas kennt – gibt eine ganz eigene räumliche Wirkung …

Und weil der Film immer noch online ist, jetzt doch noch der Link: Ungefähr bei der Hälfte dieses 2-Minuten-Beitrags bin ich beim Fotografieren mit genau dieser Ausrüstung zu sehen :-)

Elbbrücken

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Fällt alten Analoghasen was auf? Genau, die Rand­markierung „Kodak E200“ weist das Material als Ektachrome, also Farb­diafilm aus … Aber weil ich beim Testen der mir neu zugelaufenen Rolleicord (ein Modell von ca. 1939) einen Fehler gemacht und nur acht der zwölf Bilder ausgenutzt habe*, habe ich den Film kurzerhand Kosten senkend in Schwarzweiß-Brühe gebadet. Geht halt, weil ein Farb­diafilm im Prinzip auch nur ein SW-Film mit zusätzlichen Farb­schichten ist, und wenn man nur die Erst­entwicklung nimmt (ohne Umkehren und Farb­aktivierung), werden eben SW-Negative draus. Ziemlich dichte, wohl­gemerkt, aber nutzbar – wie man sieht.

* hätte ich vorher die Anleitung gelesen, dann hätte ich auch gewusst, dass die Kamera eine einschalt­bare auto­matische Transport­sperre hat und das rote Fensterchen nur fürs Vorspulen auf Position 1 gebraucht wird …

Osterbrooklyn

Kleiner Kulturtipp zum Wochenende:
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Rund um den kleinen Wohnwagen am Löschplatz in Hamm-Süd, den ich vorigen Dezember kennen gelernt habe (also beides, Wagen und Platz), findet am 13./14. September das Osterbrooklyn-Festival statt. Das ist so eine Art Saison-Höhepunkt der sympathischen Nachbarschafts-Unternehmung Bootswagen-Café, wo es übern Sommer Kaffee, Kuchen und Musik aus dem Stadtteil und für den Stadtteil gibt. War dieses Jahr jetzt schon zwei Mal dort, und insbesondere Harbour Violet voriges Wochenende war eine prima Entdeckung. Mal schauen, ob ich dieses Wochenende auch noch mal Zeit finde, was zu entdecken …
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Dom zu Lübeck, Mühlenteich (2)

Derselbe Standort wie gestern, diesmal in Panorama-Proportionen, 65mm mit Orangefilter (das trennt den Backstein sehr gut von den Bäumen, vergleiche gestern ohne Filter) plus ND32-Filter, womit ich, jetzt ohne direkte Sonne, bei mittlerer Blende und 100 ASA auf ca. anderthalb Minuten Belichtungs­­zeit gekommen bin – Klick aufs Bild für Großansicht.

Dank meiner Kassettenschieber-Bastellösung passte auch noch eine Variante ohne ND-Filter aufs selbe Blatt Film, nur knapp eine Sekunde belichtet (die Diskrepanz zwischen Filter­faktor 1:32 und 1:90 Sekunden Belichtung erklärt sich durch Schwarzschild-Kompensation):

Aber wenn ich sowieso schon Bewegungs­­unschärfe im Laub habe (ziemlich kräftiger Wind an dem Tag), dann finde ichs schöner, wenn man wie oben das Pusten auch dem Wasser und den Wolken ansieht …

Allerdings lässt sich dieser Effekt nicht unbegrenzt verbessern: Etwas später am Tag war ich noch auf der Aussichts­plattform von St. Petri und habe von dort mit dem 210er und ND1000-Filter noch ein Dom­panorama probiert. Da kam ich bei relativ weit offener Blende bereits auf 25 Minuten, und dabei kamen die Wolken als ein einziges Wischiwaschi rüber. (Zu sehen auf meiner ansonsten inzwischen privaten flickr-Seite.)