Rügen 1998

Wir sprachen neulich drüber: Von allen Pilz­bildern, die ich im Lauf der letzten, hoppla, 35 Jahre gemacht habe, ist mir dies das liebste. Ist zwar weder das detail­reichste noch das schärfste, aber ich mag das Licht … Irgendwo im Wald an der Stubben­kammer auf Rügen mit dem 55er Makro auf Agfa Scala Schwarzweiß-Diafilm – und ich erinnere mich vage an eine ziemlich unbe­queme Haltung beim Foto­grafieren, weil ichs ohne Stativ aufgenommen habe :-)

Schöner Schein

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November ist eine tolle fotografische Saison. Zumindest wenn man auf tief stehende Sonne Wert legt, denn die hat man quasi den ganzen Tag über – dieses Foto zum Beispiel ist um die Mittagszeit entstanden, dafür muss man gar nicht mal früh aufstehen :-)

(Hier mal ohne die Negativränder – mein Scanner arbeitet neuerdings mit den Filmhalter-Einsätzen zuverlässiger als bei Planlage des Films direkt auf dem Glas; aber die Halter geben leider nur das Netto-Bildformat frei.)

Jahreszeitenbaum

Als ich durch Zufall vor einigen Monaten im Internet dieses Bild eines Baums auf einem Feld sah, hab ich ihn sofort wieder­erkannt: als „meinen“ Jahres­zeiten­baum – den ich nämlich vor rund 20 Jahren über den Jahreslauf mehrmals aufge­sucht habe, um eine dieser klassischen Vier-Jahres­zeiten-Serien zu fotografieren.

Leider wohne ich nicht ganz so dicht dran wie die Autorin des oben verlinkten Blogs, sondern hatte eine halbe Stunde Anfahrweg mit dem Auto oder gut das Doppelte mit dem Fahrrad, weshalb ich nicht immer das beste Licht erwischte; und damals, in the days before Digi­knipsen, habe ich auch den Standort und Blick­winkel nur ungefähr repro­duzieren können, wie man an den Büschen im Hintergrund sieht.

Außerdem ist man von heutigen EBV-Gepflogen­heiten ja ziemlich versaut: Technisch war das für die Zeit hohes Niveau – dürfte Fujichrome Provia 100 gewesen sein in der Nikon F4, 180er Fes­tbrennweite bei mittlerer Blende auf einem 5-kg-Stativ und mit Kabel­auslöser, wahrscheinlich auch Spiegel­vorauslösung –; aber wenn man in die Dia-Scans ein bisschen reinzoomt, sieht das gar nicht mehr so dolle aus, eher mittel­mäßige Auflösung. Aber muss man denn reinzoomen? Das war in der Projektion (ja, so richtig mit guter Leinwand – hängt im Keller immer noch an der Decke und wird manchmal als Foto-Hintergrund benutzt) völlig ausreichend, und auch die Cibachromes dieser Serie, die ich damals habe rahmen lassen, sind an der Flur-Wand meiner Eltern immer noch ansehnlich. – Eins allerdings spricht fürs Reinzoomen am Monitor: Bis heute, als ich die Dias gescannt habe, war mir noch nicht aufgefallen, dass im Winter-Motiv (außerhalb des oben gezeigten quadratischen Ausschnitts) Rehe am Äsen waren :-)
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Lübecker Türme

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Es war eine gute Idee, zu einem Termin in Lübeck ein bisschen früher anzureisen und das Faltrad in die Bahn mitzunehmen: Auf diese Seite der Wakenitz, im Stadtteil St. Gertrud, war ich bisher nicht gekommen, und von hier sieht man fast alle Kirchtürme der Innenstadt auf einen Blick (außer dem nicht sehr hohen Turm der Probsteikirche). Von links nach rechts: der Doppelturm des Doms, St. Aegidien, in der Mitte St. Petri, dann die zwei Türme von St. Marien und schließlich St. Jakobi. Diesen Standort merke ich mir für einen Tag mit besserem Licht …

20 Stunden, 2 MB: 40 Mark

Nostalgie-Modus an: Meinen ersten Internet­zugang einschließlich Webspace hatte ich, damals Redakteur in einer Technik-Zeitschrift, Ende der 1990er beim Deutschen Forschungsnetz. Zufällig fiel mir dieser Tage eine Rechnung aus jener Zeit in die Hände. Der Vertrag umfasste ein Einwahl-Zeit­kontingent von monatlich 20 Stunden und einen Webspace von 2 Megabyte (nein, liebe Kinder, das sind beides keine Tippfehler) für 39,95 Mark.

Und falls sich noch jemand an das Verbindungs­tempo erinnert, damals mit dem 28k-Modem, lässt sich hochrechnen, dass man mit der einen Stunde Internet pro Werktag nicht allzu viel anfangen konnte … Deshalb sah meine aller­erste Website – hand­getipptes HTML – auch so aus – sind die Bilder nicht opulent? (Wobei der Schlepptop, den ich damals benutzte, IIRC einen 640×480-Monitor hatte, da war das schon okay …)

Auf den Titel vor allem war ich ja ziemlich stolz; und ab ca. 2011 hat er mir, damals hatte ich noch Statistiken, einiges an zusätz­lichen Besuchern auf die Seite gebracht … die müssen aber großteils ziemlich enttäuscht worden sein ;-)