20 Stunden, 2 MB: 40 Mark

Nostalgie-Modus an: Meinen ersten Internet­zugang einschließlich Webspace hatte ich, damals Redakteur in einer Technik-Zeitschrift, Ende der 1990er beim Deutschen Forschungsnetz. Zufällig fiel mir dieser Tage eine Rechnung aus jener Zeit in die Hände. Der Vertrag umfasste ein Einwahl-Zeit­kontingent von monatlich 20 Stunden und einen Webspace von 2 Megabyte (nein, liebe Kinder, das sind beides keine Tippfehler) für 39,95 Mark.

Und falls sich noch jemand an das Verbindungs­tempo erinnert, damals mit dem 28k-Modem, lässt sich hochrechnen, dass man mit der einen Stunde Internet pro Werktag nicht allzu viel anfangen konnte … Deshalb sah meine aller­erste Website – hand­getipptes HTML – auch so aus – sind die Bilder nicht opulent? (Wobei der Schlepptop, den ich damals benutzte, IIRC einen 640×480-Monitor hatte, da war das schon okay …)

Auf den Titel vor allem war ich ja ziemlich stolz; und ab ca. 2011 hat er mir, damals hatte ich noch Statistiken, einiges an zusätz­lichen Besuchern auf die Seite gebracht … die müssen aber großteils ziemlich enttäuscht worden sein ;-)

Trecker aufm Tisch

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Da ich grade nichts Neues habe, aber auch keine Lust, noch länger mein eigenes Konterfei als ersten Eintrag zu behalten, hier ein ganz anderer Beitrag aus der Kategorie Heavy Photo­shopping … Dies Bildchen hat im „Digital“-Verzeichnis auf meinem Archiv­server die Ordnungs­nummer 00027 [*] und ist damit eins meiner aller­ersten Digital­fotos überhaupt, entstanden 2003 mit der Pentax Optio S, aber ganz frisch bearbeitet (die Farben im Original waren schon seeehr öde). – Und wenn wir schon im Pixel-Pleistozän sind, dann hier auch gleich der Link zu meinem aller­ersten Text über digitale Kameras, entstanden noch vor dem Kauf der Pentax :-)

[*] Ha!, damals hielt ich mich für voraus­schauend und dachte, fünf­stellige Benennung, also ausreichend für 100.000 Bilder, hält ewig. Aber damals hat ja auch, ich erinnere mich bis heute, die 256-Megabyte-SD-Karte schmerz­hafte 99 Euro gekostet … Wobei ich tat­sächlich noch halbwegs zurück­haltend bin – von 2003 bis heute bin ich bei ca. 71.500 gespei­cherten Digibildchen, das schafft mancher andere in einem halben Jahr …

Selfie

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Sozusagen ein visuelles Nachwort zum Bahn-Artikel neulich, entstanden beim ausge­dehnten Warten im Regionalzug, als uns ein Stellwerk­ausfall, nachdem wir bereits mit einer Stunde Verspätung in HH ange­kommen waren, weitere 40 Minuten Aufen­thalt bescherte. Da ich dieses Negativ (Foma 400 in der Rolleicord) ohnehin eher knapp belichtet hatte und bei der Filment­wicklung mal wieder eine neue Sorte Schlieren kennen gelernt habe (seufz), hab ich den Scan in Photoshop ziemlich gequält; aber das Ergebnis passt zur Stimmung jener Nacht …

Artbook Berlin

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Kurzer Hinweis für Liebhaber*innen von Buchstaben in allen analogen Erscheinungs­formen: Vom 22. bis 24. November findet in Berlin-Kreuzberg, Kunsthaus Bethanien, die Messe Artbook Berlin statt; ich werde einen kleinen Stand haben und eine Auswahl von Hand­gedrucktem und Cyano­typien zeigen. Der Eintritt für Besucher ist frei, und es wird viel tolle Buch- und Druck­kunst zu sehen geben. Kommt also zahlreich :-)

Travemünde, nach Sonnenuntergang

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Bis zur Abfahrt des Zuges in Trave­münde war noch genug Zeit für einige Belich­tungen am Strand. Hier waren es – die Sonne war schon ein Weilchen weg – mit dem 90er bei mittlerer Blende etwa fünf Minuten; fast ist man versucht, auf der durch die lange Belichtung spiegel­glatt gewor­denen Wasser­fläche Schlitt­schuh zu laufen … Und anschauungs­halber hier noch ein Making-of (leicht bearbeitet, um die Kamera klarer vom Hinter­grund zu trennen – doch, es ist eine Kamera und keine Mars­landefähre ;-))

Immer wieder gern: Senk ju for tschuhsing Deutsche Bahn tudäi

Okay, es steht auf der Fahrkarte drauf: „… empfehlen wir Ihnen, sich kurz vor Ihrer Reise über mögliche Änderungen Ihrer Reise­daten …“. Aber jetzt definier mal „kurz“: Am Tag unserer Reise haben wir tat­sächlich ins Internet geschaut, um dort zu sehen, dass die sünd­teuer gebuchte und reser­vierte ICE-Verbindung offen­sichtlich nicht existiert und wir auf einen bereits völlig über­buchten Folgezug ange­wiesen sein würden. Der nette Schaffner in der Zubringer-Regionalbahn konnte sich das auch nicht erklären und verwies uns auf den Informations­schalter am Umsteige­bahnhof. Der dortige Dienstmützen-Inhaber nun machte sich erst gar nicht die Mühe, Freund­lichkeit zu simulieren, und klärte uns drüber auf, dass der gebuchte Zug wg. Bauarbeiten heute ausfalle, dass wir selbst­verständlich verpflichtet seien, die Zug­verfüg­barkeit ab mindestens zwei Wochen im Voraus immer mal wieder zu prüfen, und wenn wir wie jeder vernünf­tige Mensch die voll­ständigen Beförderungs­bedingungen gelesen hätten, usw. usf.

Gut, nächstes Mal könnte ich also auch beim Ticketkauf am Schalter einen Verspätungs­alarm einrichten. Hätte uns in dem Fall aller­dings höchst­wahr­scheinlich auch nichts genützt – denn Sonntag­abende auf der Süd-Nord-Hauptstrecke sind einfach immer voll. Ich war ja schon froh, sechs Wochen vorher überhaupt noch eine Platz­reservierung für vier Personen bekommen zu haben; und wenn ich jetzt vor, sagen wir, andert­halb Wochen darüber informiert worden wäre, dass der reservierte Zug ausfällt, dann hätte der einzige Unter­schied darin bestanden, dass wir uns zehn Tage länger drauf hätten freuen können, zwischen Fulda und Hannover auf dem Fußboden sitzen zu dürfen …

Hinter Niendorf (1)

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Erst mal mit Glas weiter (90mm-Weitwinkel, Blende 8, Orange­filter). Und wieder was gelernt: Die Aufnahme oben habe ich auf Fomapan 100 mit 1/60 Sekunde gemacht, das Bild unten ist Orwo DN2 mit einer Sekunde. Den Unterschied sieht man der Brandung leider fast nicht an, wahrscheinlich weil sie im Unschärfe­bereich vor sich hin rauscht …

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Niendorf, Hafen

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Zwischendurch eine Lochkamera-Aufnahme – mindestens eine Lochblende auf Platine habe ich für die Holzkamera immer dabei, trägt ja nicht auf und wiegt fast nix :-)

50mm Bildweite auf 4×5-Zoll-Film (das entspricht knapp 14mm bei KB), dabei etwas Hochverstellung, um die Kamera nicht kippen zu müssen, weil sich dann der Horizont so komisch biegt … Mit Grünfilter ergab sich auf 100-ASA-Film eine Belichtungszeit von etwa 50 Sekunden.