Hacking Gutenberg

Flotter arbeiten mit Text: Grund­sätzlich geht ja alles mit dem neuen Guten­berg-Editor von WordPress. Aber das meiste (zumindest das meiste von dem, was ich so brauche) ist entsetz­lich umständ­lich geworden. HTML-Bearbeitung – die für sorg­fältige Silben­trennung Pflicht ist – will für jeden Absatz einzeln einge­schaltet sein, und Blocksatz – den ich erst neuer­dings brauche, seit ich die Rand­spalte mit Verweisen ins Layout eingebaut habe – ist ebensogut versteckt und immer nur pro Absatz gültig (weshalb ich ältere Artikel links­bündig belasse – genau für so was wäre eine Datenbank-Abfrage Gold wert). Auch ist der more-Tag lästiger­weise ein separater Block geworden.

Deshalb hier ein schöner Trick für besseres Arbeiten mit viel Text: Ich nehme nicht Guten­berg, sondern den Text­editor meines Vertrauens, und habe dort eine Muster­seite mit den wich­tigsten Elementen ange­legt, nämlich alles für einen Text im Block­satz mit Weiter­lesen-Marke und den häufig­sten „Sonderzeichen“:

Und so geht es dann weiter:

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Sonntagsnotizen zu Gutenberg

In der WordPress.com-Community steigt die Nervosität: In einer Woche, am 1. Juni, wird der beliebte klassische Editor ausge­schaltet und zwangsweise durch Gutenberg ersetzt (dem unter Sympathie- und Seriositäts­aspekten möglicher­weise ein t fehlt, aber das nur nebenbei). Und obwohl meine Filter­blase längst nicht mehr primär aus Coder-Nerds besteht, sondern sich aus Blogger*innen für Fluff & Flausch, Wandern, Fotografie und essbares Grünzeug rekrutiert, war Gutenberg dieses Wochenende großes Thema.

Obwohl – oder doch eher weil? Mein Eindruck ist nämlich, dass WordPress es bisher in der Kommuni­kation unter­schätzt hat, wie viele der Kunden schon seit Jahren dabei sind, es sich in ihrem Blog häuslich eingerichtet haben und keinerlei eigenen Antrieb haben, grund­legende Mecha­nismen des täglichen Bloggens komplett über den Haufen zu werfen (wozu sie durch den neuen Editor aller­dings gezwungen werden).

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Relativ steil

Na, bereit für die ultimative Radsport-Challenge?
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Wer würde bei solchen Steigungsgraden nicht Respekt bekommen? Dagegen nehmen sich doch die steilsten Nebenstrecken durch die Dolomiten wie Kinderturnen aus.
Oder?
Oder.
Denn auf der X-Achse bildet der Graph eine Strecke von 430 Kilometern ab, in der Y-Achse dagegen den Bereich zwischen 0 und 50 Metern über NN:
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Diese vermeintliche Herausforderung erster Güte ist nämlich das „Höhen“profil des schleswig-holsteinischen Teils des deutschen Ostseeküsten-Radwegs :-) Auch schön zum Radeln, keine Frage, aber in dieser Darstellungsform doch eher eine Desinfografik …

Sonntagsnotizen (mit und ohne Fahrrad)

Der König ist tot: Beim Rennradfahren mit meinem Sohn gelten andere Regeln als allein – da wird geheizt, bis die Wade qualmt. Erster Stopp heute nach knapp 30 Kilometern, für die wir rund eine Stunde gebraucht haben:

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Schloss Wotersen mit Pracht-Kastanie

Auf dem Weg dahin der Spruch des Tages: Lang­gezogene, leicht ansteigende Straße, ich fand mich vorn mit gut 30km/h schon nicht schlecht, als mein über­motivierter Spross wie der Blitz an mir vorbeizog. Ich blieb mit zusammen­gebissenen Zähnen an ihm dran, irgendwann grinste er mich an und sagte: „Ich kann noch schneller.“ Ich, auf dem letzten Loch: „Ich nicht.“ Und er: „Tja, kannst ja nicht ewig King of the Mountain bleiben.“

Für den Rest der gut 85 Kilometer (Landkartenansicht) haben wir dann aber das Tempo ein bisschen raus­genommen, so dass der Gesamt­schnitt unter 25km/h blieb, wenn wir auch deutlich weniger brauchten als die von Google angegebene Zeit. Ging insgesamt leichter als vorigen Sonntag; vielleicht komme ich ja wieder in Übung … Aber meine Zeit als King of the Mountain (als ich am Berg fast niemanden an mir vorbeiließ, und mit Berg meine ich BERG) dürfte wirklich passé sein, seufz.

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Lesetipp Folklore-GAU: Lang her ist auch die Hochphase der Netz­sperren-Diskus­sionen, genauer rund elf Jahre. Damals war ich ja eine Zeit lang mittendrin, nicht mehr ganz jung, aber noch dumm genug, das Internet cool zu finden, wie ich heute boshaft sagen würde … Jedenfalls lässt sich beim Blick zurück festhalten: Mit diesem Artikel über die Methoden-­(und in gewisser Weise auch Motiva­tions-)­verwandt­schaft zwischen Netz­aktivisten und Corona-Verschwörungs­mythologen trifft Sven Türpe leider ins Schwarze. Ein bisschen Wach­samkeit beim Blick auf die Demo­kratie und ihre Gefähr­dungen ist nie verkehrt, aber wenn der Grundrechte-Holzhammer allzu leicht­fertig geschwungen wird, sollte ebenfalls Skepsis angebracht sein.

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Bankraub: Noch einmal zurück zur Radtour heute. Ich sagte zum Filius, „Lass uns mal noch bis kurz vor Linau weiterfahren für die letzte Kekspause.“ Schließlich wusste ich, da steht eine Bank mit prima Blick in die Feucht­niederung, Kraniche oder Rehe sieht man da eigentlich immer. Kraniche waren heute auch drei da. Die Bank aber nicht mehr.
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Ja Herrschaftszeiten, gibt’s denn gar keine Konstanten mehr auf der Welt?

In die Nähe schweifen

Seit ich mich nicht mehr mit dem Anspruch aufs Rennrad setze, am Tag 200+x Kilometer zu fahren, fallen mir Wege auf, an denen ich früher flott vorbeigesaust wäre. So auch heute: Oh, ein Trampelpfad über die Böschung, wo der wohl hinführt?

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Schummelschwarzweiß – DSLM mit dem kurzen Makro, Nik Silver Efex und dann noch etwas Split Toning in Lightroom

Und prompt verbrachte ich die nächste Stunde in einem Waldstück, das ich bis dato immer nur auf Landstraßen umrundet hatte. Bis kurz vor der nächsten Besiedlung gab es keine anderen Menschen zu sehen, nur einige Rehe und vielerlei Vögel. Sehr schön war es, passagenweise regelrecht verwunschen. – So richtig lange auf Asphalt bleiben konnte ich ja noch nie beim Radeln (deshalb hat mein Flitzer schon immer etwas breitere Reifen und eine kürzere Übersetzung als bauarttypisch), aber die Offroad-Abstecher werden in letzter Zeit häufiger und ausgedehnter. Und es fasziniert mich immer wieder, was für schöne Gegenden man direkt vor der Haustür hat.
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Ein bisschen Grün noch mal


Notiz an mich selbst: Motive, auf denen sich was bewegt, sind nur bedingt für Composings geeignet … Dies ist noch mal ein Überlagerungs­panorama, MFT-Kamera an die Großformatige adaptiert, diesmal mit mehr Überlappung von einem zum anderen Bild (insgesamt 16×9 = 144 Einzel­aufnahmen, die eine Netto-Sensorfläche von ca. 65x130mm abdecken); aber durch die Wind­bewegung von einem Ausschnitt zum nächsten ist immer noch an vielen Stellen manuelle Nach­arbeit nötig, Photoshop kann das leider nicht zuver­lässig auto­matisch zusammen­setzen. – Wenn ich auf so was mal wieder Lust habe, suche ich mir ein Architektur-Motiv :-)

Sammelnotizen 10. Mai

Vögel zählen: Dieses Wochenende ist wieder Stunde der Gartenvögel. Bisher haben sich einige Lieblinge leider nicht blicken lassen im Garten, so dass sie nicht in die Zählung eingehen, obwohl sie in den Tagen davor eindeutig zugegen waren.
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Den rückläufigen Trend bei Meisen können wir leider bestätigen. Spatzen hingegen an allen Ecken: jede Dachrinne der Nachbarschaft quasi eine Reihenhaus-Siedlung. Vier Mauersegler heute, mindestens. Und ein Amselpärchen hat dieses Jahr in unserer Kletterrose ein Nest gebaut – sehr schön.

Verflixte Plattentektonik: Gestern mit dem Sohn eine Radtour ins Ratzeburgische. Kompromisstempo, netto drei Stunden für 75 Kilometer. Ihm war es zu langsam, mir war es zu schnell :) Und es muss diese berühmte Kontinental­verschiebung sein, jedenfalls waren die Hügel in Schleswig-Holstein vor 25 Jahren noch nicht annähernd so steil …

Abenteuer Hoster-Wechsel: Es ist erledigt, all meine Domains sind umgezogen. Mit einigem Geholper und Dutzenden Support-E-Mails, aber letztlich erfolg­reich. Zu einem Hosting-Provider, der mir nicht für jedes einzelne SSL-Zertifikat ein Vermögen abknöpft, sondern Let’s Encrypt unterstützt.
Somit kann zum Beispiel in meinem selbst gehosteten Werkstatt-Blog wieder datenschutz­konform kommentiert werden. (Die zwischenzeitlich eingeschaltete wp.com-Integration via Jetpack musste ich wieder ausschalten, zu unzuverlässig.) Mittelfristig überlege ich mir jetzt noch was für mein(e) Fotoblog(s), denn wenn ich schon beliebig viel SSL verwenden kann, dann kann ich das oder die ja auch wieder selbst hosten. Aber dazu mehr, wenn’s soweit ist.

Und außerdem: Happy Muttertag!
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