Sammelnotizen 31. März

Entsetz­lich kalt geworden noch mal, Pfützen und manche Teiche waren heute früh über­froren. Man würd’ ja gern sagen, gut, dass wenigstens Sommer­zeit ist, sonst wärs ja noch kälter, aber umgekehrt wird ein Handschuh draus: Wenn ich jetzt morgens um halb acht vor die Tür gehe, ist es in echt grade mal halb sieben, bibber …

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Und überhaupt Sommer­zeit: Wieso hat eigent­lich noch niemand darauf aufmerksam gemacht, dass ausge­rechnet in der Nacht der Zeit­umstellung der erste Schnee des Jahres gefallen ist und dass uns die Natur damit bestimmt eine Nach­richt senden wollte? Muss ich mir jetzt auch noch die Verschwörungs­theorien selbst ausdenken?

Bei der Nordic-Talking-Fraktion im Park ist die Sache mit den zwei Stock­längen Anstands­abstand übrigens noch nicht ange­kommen. Anderer­seits sind ja fünf bis sechs Mittfünf­zigerinnen auf zwo Quadrat­meter bestimmt Kernfamilie.

***

Ironie beiseite. Es gibt da einen Gedanken, der mich seit einigen Tagen nicht mehr loslässt: Welches Quantum an zusätz­licher intensiv­medizinischer Kapazität wäre wohl finan­zierbar durch die Mittel, die weltweit all­jährlich in etwas so elementar Dämliches wie das Militär gepumpt werden? Ja, Wettrüsten, ja, Gleich­gewicht der Abschreckung, ja, ja, ja. Trotzdem. At the end of the day, we are all family. Und wenn wir diese Sache mit den Prioritäten nicht bald mal geregelt kriegen, ist bald end of days.

Siehe auch.

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Nichtsnutz-Statistik des Tages: Heute geht das erste Quartal 2020 zu Ende, und in diesem Zeitraum habe ich mehr als doppelt so viele Digital­fotos archiviert wie im Durch­schnitt des Vorjahres pro Quartal (das meiste davon Fluff und Flausch). Dafür habe ich, anders als 2019, bisher nahezu nichts analog fotografiert. Blöd.

12 Kommentare zu „Sammelnotizen 31. März

  1. ü++´´
    Sprach die Katze und was ich eigentlich sagen wollte: Da wir ja in dieser Krise weltweit alle den gemeinsamen Feind haben, können wir uns ja auch auf die RICHTIGEN Mittel zu seiner Bekämpfung besinnen und alle ein bisschen zusammenrücken. Also, im übertragenen Sinne.

  2. Deine Formilierung „Nordic-Talking-Fraktion“ löste bei mir einen dem Thema nicht ganz angemessenen Lachanfall aus, gefolgt von eimem noch heftigeren Husten.

    Morgen kann ich nach 16 Tagen mit Symptomen unterschiedlicher Stärke endlich zum Testen gehen, bisher konnten sich nur Menschen mit bestätigten infizierten Kontakten oder nach Rückreise aus Hotspots testen lassen.

    Mein Wunschergebnis: Positiv, immun und nicht mehr infektiös.

    Ich freue mich täglich über Deine schönen Bilder! Es poppen Kindheitserinnerungen auf an meine ersten s/w-Fotos mit der Agfa Isoly am Ententeich und im eigenen Garten. Da war auch jede Menge Flausch dabei, aus der Distanz – Tele gabs für Amateure noch nicht.

    Heiter weiter, mit Umsicht und Kraft!

    1. Übrigens muss ich gestehen, die Formulierung Nordic Talking schamlos bei mir selbst geklaut zu haben, nämlich aus dem Titel eines Fotos, das ich im April 2006 auf dem Bauch liegender Weise in Planten un Blomen gemacht habe:
      Nordic Talking

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