Zoomen mit der Lochkamera

Gerade macht mich Thomas (danke!) auf eine Kickstarter-Kampagne für „world’s first pinhole zoom lens“ aufmerksam. Lustige Idee, aber wirklich neu ist daran nur das Gehäuse – jeder, der mal ein Pinhole an einer Balgen­kamera verwendet hat, hatte damit natürlich automatisch ein Zoom, zudem mit mehr als nur zweifachem Bildweiten-Bereich. So sieht es zum Beispiel aus, wenn man den Balgen während einer Einzel­­aufnahme nach Grund­belichtung in kürzester Bildweiten-Einstellung langsam in den „Tele“-Bereich fährt:
201902-GF45pin_SiekKirche2
(9×12-Negativ und 0,2mm-Loch, kürzeste Bildweite 50mm, längste ca. 150mm, Belichtungs­zeit etwa eine Viertel­stunde, davon die Hälfte in kürzester Balgen­einstellung).

Vorteil der Thingyfy-Lösung ist natürlich, dass man damit auch mit Fullframe- oder noch kleineren Sensoren zu einer Weitwinkel- oder (bei Spiegel­reflexen) zumindest Normal­objektiv-Anmutung kommt; wenn ich einen Balgen an die Nikon anschließe, ist die Bildweite zwangs­­läufig mindestens im Bereich eines kurzen Teleobjektivs.

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