5 Kommentare zu „Spätherbstwald (2)“

  1. Ist das Grisselige hier Filmkorn oder raue Oberflächenstruktur des Papiers? Falls letzteres: wie kriegst Du das gescannt ohne Spitzlichter auf den Mikro-Pickeln? Ich habe vereinzelt das Problem bei Fotos aus dem Familienarchiv. In den 1970er Jahren waren solche Oberflächen mal „in“ aber die machen ein Einscannen echt zur Qual.

    1. Das ist definitiv Filmkorn, denn ich habe hier vom Negativ gescannt. (Vernünftige Abzüge hinzubekommen ist auch so eine Großbaustelle.) Aber die Probleme mit Papierstruktur kenne ich gut, historische Fotos bekomme ich ja berufshalber häufiger mal auf den Tisch. Und dafür kenne ich kein Patentrezept, das ist meist viel Ausprobieren mit diversen Photoshop-Filtern.

      1. Ah, sehr gut, danke! Wenn es sich nicht um einmalige und unwiederbringliche Originale handeln würde, dann würde ich ja gerne mal mit Oberflächenbehandlung experimentieren. Ähnlich wie Nass-Scan. So, wie man oberflächengeraute Milchglasscheiben mit sowas wie Honig wenigsten teilweise klar bekommen kann. Ich hab aber auch keine Idee, mit welchem Material man da spielen könnte. Ansonsten das Licht so diffus wie möglich und abfotografieren. Alles nerviger Frickelkram!

      2. Ansonsten das Licht so diffus wie möglich und abfotografieren.
        Ja, ich schätze, das ist schon der sinnvollste Ansatz.
        Manche Scanprogramme haben zwar auch eine Entrasterungsfunktion, aber das geht meist brutal auf Kosten der Schärfe. Manchmal (aber auch nicht pauschal funktionierend) nützt es was, entweder ganz leichten Weichzeichner oder eins der PS-Störungsfilter zu verwenden und danach das, was dabei an Schärfe verloren gegangen ist, über eine Unscharfmaske mit unkonventionellen Werten für Intensität und Radius auszugleichen.
        Aber meist läuft es darauf hinaus, die Oberflächenstruktur in Kauf zu nehmen und Daumen zu drücken, dass sie nachher kein allzu explosives Moiré mit dem Druckraster bildet …

    2. Also um es mal gezeigt zu haben: Gestern habe ich von eben diesem Negativ einen Print gemacht, der – bester Versuch – so aussieht (unbearbeiteter Scan).
      Da sind halt (bei Normalgradation) keine richtig knackigen Schwärzen drin, obwohl es schon Baryt- und kein PE-Papier ist, und mit härterem Papier würden mir wohl zu viele Details abhanden kommen. Für Webzwecke ist es dann schon einfacher, das Negativ zu scannen und passend zu bearbeiten.
      (Mit Tonen etc. fang ich in der Dunkelkammer nicht auch noch an; es ist so schon grenzwertig, was da an zu entsorgender Chemie anfällt. Außerdem bekomme ich den entzückenden Sepia-Ton beim Negativscannen frei Haus, weil ich dem Scanner sage, er solle ein Farbnegativ einlesen. Und dann kommt immer ein Blaustich rein – vermutlich um die Trägerfarbe eines Farbnegativs zu neutralisieren –, der beim Umkehren eben sepia wird.)

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