Lochkamera am Bach

201809_GF_16x22_PN_Hahnheide_Bach_Pinhole

Da ich bisher keine Planfilme in der passenden Größe bekommen konnte, musste für dies Bild in der Hahnheide noch mal das uralte Orwo-Papier als Aufnahmematerial herhalten. Anderthalb Stunden haben zwar nicht für Schattenzeichnung gereicht – aber für genug Muße, um mich am Bachufer mit Details zu befassen, siehe gestriges Bild und die nächsten drei …

5 Kommentare zu „Lochkamera am Bach“

  1. Die Wolkigkeit im Vordergrund kommt übrigens wahrscheinlich von den Blättern im Vordergrund, durch die hindurch ich fotografiert habe und die im starken Wind permanent in Bewegung waren – siehe oben rechts in diesem Bild:

    1. Ich hab keine Ahnung, ob Papier überhaupt Schwarzschildeffekt hat, aber nach meinen paar Erfahrungen auf jeden Fall weniger als normale Filme. Ich nehme für Orwo immer ISO 3/6° als Empfindlichkeit an, und der vermittelte Wert bei Lichtmessung in hellen und dunklen Partien war etwa 1,5 Stunden. In der Mitte sieht es ja auch ganz gut aus, aber die meisten Schatten sind zum Rand hin, und da ist die Bildweite ja nicht mehr 110mm, sondern eher das Doppelte, also noch mal zwei Blenden Lichtverlust. Und die merkt man bei Papier sehr viel drastischer als bei Film. – Na ja, im Oktober soll wieder Planfilm in dieser Größe lieferbar sein, mal schauen, wie es dann wird. Und irgendwann baue ich doch mal eine Lochkamera mit gewölbter Rückwand, dann stellt sich auch das Vignettierungsproblem nicht mehr :)

      1. Schwarzschildeffekt sollte auch bei Papier auftreten. Ist doch exakt derselbe Prozess wie beim Negativ. 🤔
        Zum Bildweitenunterschied Mitte/Rand: Hm, dann könnte ein radialer ND-Filter helfen, der in der Mitte dunkler ist, falls es sowas überhaupt gibt. Oder nach klassischer Dunkelkammertechnik abwedeln direkt bei der Belichtung. 😉Macht bei vorbeikommenden Spaziergängern bestimmt Eindruck.
        „Was machen sie denn da?“
        „Ich tanze ein Bild!“

      2. Kommt mir in der Theorie plausibel vor mit Herrn Schwarzschild – aber wenn, dann setzt der bei sehr viel längeren Belichtungszeiten ein als bei Film. Denn mein Standard-100er von Foma möchte schon bei einer Sekunde eine Blendenstufe Zugabe bekommen, bei zehn Sekunden mindestens zwei Stufen … Bei Fotopapier muss ich im Sekunden- bis Minutenbereich in der Dunkelkammer beim Abblenden normalerweise keine Zugaben machen.

        Ja, radiale ND-Filter gibt es schon, i.d.R. maßgefertigt für Ultraweitwinkelobjektive in der GF-Fotografie. Davon kostet eins (Filter, nicht Objektiv!) ungefähr so viel wie meine komplette GF-Ausstattung … Müsste dann wohl auch ziemlich viel Abstand zur Lochblende halten, damit nicht die dunkle Mitte einfach alles abdeckt.

        Ein Bild zu tanzen wär natürlich eine schöne Idee :-) Aber im Ernst stört mich die Vignettierung auch gar nicht soo sehr, ist ja irgendwie Teil des Charmes bei Pinhole. Und wenn ich demnächst vernünftigen Film habe, dann kann ich beim Kontakten nachher notfalls immer noch abwedeln.

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