4 Kommentare zu „Am Bach

    1. Das kommt wahrscheinlich daher, dass man allgemein viel zu selten einfach mal eine Stunde am Bach sitzt … geht mir zumindest so.

      1. Ja, in der heutigen Zeit sind wir alle nur Getriebene. Was die ganze moderne Technik im Leben an Erleichterung und somit Zeitersparnis bringen sollte! Wo ist die?* Mir scheint, heute haben wir noch weniger Zeit. Zeit für uns selbst. Müßiggang. Ich versuche mich immer wieder selbst auszubremsen für sowas. Verstehen andere so gut wie nie. „Was machst Du dann? Nichts? Sitzt Du nur da?“ Ja, sieht so aus. Aber ich brauche sowas. Treibenlassen bei vollkommener Absichtslosigkeit. Für sowas ist auch ein Spaziergang mit der Kamera wunderbar geeignet. Genau deswegen hab ich angefangen zu fotografieren.

        *Seit der Erfindung der Waschmaschine geht Wäsche waschen schneller und sehr viel bequemer. Die gewonnene Zeit verwenden wir… fürs Waschen! Wir waschen heute sehr viel häufiger, verbrauchen mehr Energie und Wasser und Waschmittel.

  1. Genau mein Thema … Kann sein, dass ich mich wiederhole, aber für mein Empfinden sind wir von der Moderne nach Strich und Faden vera….t worden. Bzw. wir lassen das nur allzu gern mit uns machen. Es gab mal so was wie eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit, daran kann sogar ich mich noch erinnern. Aber spätestens seit die Computer aus den Büros auch nach Hause und bis in unsere Hosentaschen vorgedrungen sind (ich wage nicht endgültig zu urteilen, ob da ein rein zeitlicher oder auch ein kausaler Zusammenhang besteht), fühlen wir uns auch feierabends und am Wochenende genötigt, etwas zu leisten, zu funktionieren.

    Freizeit im Sinne von „freier Zeit“ ist heute gar nicht mehr vorgesehen, und selbst wenn du mal gar nicht mehr produktiv sein magst, erinnert dich noch das Casual Game auf dem Smartphone an deine daily challenge. Diese Effizienz-W*chserei, pardon my french, geht schon in der Schule los und macht vor Rentnern nicht Halt. Und das bloß zu bemerken reicht ja nicht; wie du beschreibst, muss man sich selbst dazu aufraffen und hat (oder empfindet) einen permanenten Rechtfertigungszwang, wenn man mal eine Weile einfach nur *ist* und nicht *tut*.

    Dabei könnte man etwas Müßiggang notfalls sogar damit begründen, dass er Kreativität fürs weitere Arbeiten freisetzt. Aber das wäre schon wieder der falsche Weg – Zwecklosigkeit muss Selbstzweck sein.

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