Leseempfehlung: „Das 6. Sterben“

Schon am Titel dürfte klar werden: Eruptionen reinsten Frohsinns sind nicht zu erwarten. Apokalyptische Finsternis herrscht aber auch nicht; vielmehr trifft Elizabeth Kolbert in ihrem Buch über das derzeitige menschengemachte Massenaussterben (Übersetzerin Ulrike Bischoff) für meinen Geschmack meist die richtige Tonlage.

Wer sich ein bisschen für Evolution, Erdgeschichte und Ökologie interessiert, wird vieles schon mal gehört haben, gleichwohl habe ich den Text mit Interesse gelesen. Er spannt einen weiten Bogen von den Anfängen der Paläontologie über Darwin bis heute und macht wunderbar anschaulich, wie es zur Klassifizierung der derzeitigen Epoche als dem Anthopozän kam und welche Auswirkungen ebendieses auf die Biosphäre hat. Das Ganze hat ein bisschen Reportagecharakter, weil die Autorin viele Wissenschaftler bei der Feldforschung begleitet und sich für die Menschen ebenso interessiert wie für ihre Tätigkeiten; zwischendurch gibt es immer wieder gut verständlichen theoretischen Background.

Echter Optimismus ist bei einem Werk zu diesem Thema natürlich nicht zu erwarten; trotzdem vermittelt die Lektüre, dass Bestrebungen zum Erhalt der Artenvielfalt jeglicher Mühe wert sind.

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